Denis Private Island, Seychellen – ein luxuriöses Paradies für alle, die Ruhe suchen

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Wartet nach dem Tod ein Paradies auf mich? Ich weiß es nicht. Ich weiß jedoch, dass sich eines auf Erden befindet: dort, wo der Sand unter den Füßen so strahlend weiß ist, wie die Feenseeschwalben am Himmel und das Licht den Ozean in allen Nuancen von Türkis erleuchten lässt. Wer eine Kombination aus Eco-Luxus,  barfüßiger Lässigkeit, Romantik und Ruhe sucht, ist auf Denis Private Island richtig.

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Als ich die Insel das erste Mal betrete, fühle ich mich, als sei ich direkt in einem Raffaello-Werbespot gelandet. Alles wirkt so perfekt, alles ist schön, nichts stört. Das Einzige, was man hört, ist das Rauschen der Wellen und Vogelgezwitscher. Der Strand ist menschenleer, sodass jedes Foto aussieht, wie ein Postkartenmotiv. Ein Idyll, das auch in den nächsten Tagen, die ich auf der Insel verbringe, nicht verloren geht.

Ruhe, Komfort und Abgeschiedenheit – das ist es, was die Gäste suchen. Und finden, denn auf der gesamten Insel gibt es nur 23 Bungalows und zwei Villen. Die Unterkünfte sind in einem  schicken, jedoch natürlichem Stil eingerichtet, das Holz für die Möbel und Böden stammt aus dem inseleigenem Wald. Für jeden Baum, der gefällt wird, wird ein neuer gepflanzt. Die Seychellen setzen sehr stark auf Ökotourismus. So auch die Besitzer von Denis Private Island, sie arbeiten seit vielen Jahren mit der Green Islands Foundation zusammen, einer NGO, die sich u.a. für eine nachhaltige Entwicklung auf den Seychellen einsetzt. Vor allem der Vogelschutz liegt der Insel am Herzen, und so findet man hier seltene Arten wie den Magpie Robin und den Paradise Flycatcher.

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Die Bungalows und Villen haben ein Badezimmer, das teilweise unter freiem Himmel liegt, so kann man abends beim Duschen in den Sternenhimmel schauen. Zum eigenen Garten gehört jeweils ein eigener Strandzugang und ein Outdoor-Pavillon. Der Abstand zwischen den Unterkünften ist so groß, dass die Privatssphäre nicht leidet. Das ist vor allem für Pärchen perfekt, nicht umsonst ist Denis Private Island ein beliebtes Reiseziel für die Flitterwochen.


Kein TV und kein W-LAN – ein Ort der Entschleunigung

 Was haben wir eigentlich getan, bevor es Handys gab? Wir haben uns mehr miteinander unterhalten, zugehört, und wir konnten uns leichter darauf konzentrieren, was um uns herum ist. Das zu sehen, zu fühlen, zu schmecken und zu riechen war uns genug . Wir brauchten keine Extraberieselung, kein Display, dass uns ständig suggeriert, wir könnten etwas verpassen, wenn wir es nicht alle paar Minuten berühren.

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Auf Denis Private Island hat man sich bewusst dazu entschlossen, die Unterkünfte und das Restaurant nicht mit Internet und TV auszustatten. Der Aufenthalt soll einem die Möglichkeit geben, sich ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und die Schönheit der Natur und das Ambiente zu genießen. Auch für mich ist diese Art des Urlaubs immer wieder eine willkommene Umstellung, an die ich mich gerne gewöhne.

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Für alle, die nicht ohne können oder wollen, gibt es einen Extrabereich nahe der Rezeption, wo sie gratis W-LAN empfangen können, der Raum ist mit sehr komfortablen Sofas, Sesseln und Büchern ausgestattet und lädt zum Verweilen ein.

Schnorcheln, Tauchen, Tennis, Spazierengehen, Wellness

Man könnte einfach den ganzen Tag am Strand liegen und die Feenseeschwalben beobachten, die überm türkisen Meer ihre Kreise ziehen. Oder die kleinen Krebse, die sich manchmal im feinen weißen Sand zeigen. Es gibt jedoch noch ein paar andere Dinge, die man auf Denis Private Island tun kann. Zum Beispiel Schnorcheln. Die Korallenbank der Insel bietet zahlreichen Fischen eine Heimat, ich sah bunte Exemplare wie Doktorfische und eine Meeresschildkröte. Auch Tauchexkursionen werden vor Ort angeboten, das lohnt sich, denn die Chance, beim Unterwassertrip viele Großfische zu sehen, ist groß.

Zu jedem Bungalow gehören zwei Fahrräder, mit denen man die Insel erkunden kann. Auf der Inselkarte sind alle spannenden Besichtigungspunkte eingezeichnet. So zum Beispiel das Riesenschildkröten-Gehege, das Tauchcenter und die besten Schnorchelspots. Für alle sportlich Aktiven gibt es einen Tennisplatz. Wem mehr nach Entspannung ist, der kann sich eine wunderbare Wellness-Massage buchen. Der Forest Walk lädt zu einem Spaziergang ein, bei dem sich exotische Kasuarinen- und Takamaka-Bäume bestaunen lassen. Nach letzteren wurde übrigens das bekannte Nationalgetränk der Seychellen benannt: der Takamaka-Rum.

Die  Bio-Farm

Eine der größten Besonderheiten von Denis Private Island ist, dass sich die Insel, so gut es geht, selbst versorgt. Die Farm wirtschaftet biologisch, es werden zahlreiche Obstsorten wie Papayas und Bananen, Gemüse wie Spinat, Pak Choi, Tomaten, Zwiebeln und Kräuter angebaut. Dank der Hühner gibt es täglich frische Eier. Außerdem befindet sich auf der Insel eine Molkerei, die Milch, Joghurt und Käse herstellt, diese Produkte werden sogar teilweise unter der Marke »Denis Island Fresh« in andere Resorts exportiert. Die Bäckerei sorgt für frisches Brot und allerlei leckeres Naschwerk. Als großer Gourmet-Fan bin ich hier voll auf meine Kosten gekommen.

Luxusinsel mit lässigem Touch

Was ziehe ich heute Abend an? Diese Frage ist auf Denise Private Island schnell beantwortet, zumindest was »untenrum« betrifft, denn der Dresscode lautet »barfuß«. Die meisten Leute, die hier ihren Urlaub machen, gehören zu den Gutverdienenden. Zeigen tut das jedoch keiner. Protzige Markenkleidung und Glitzerschmuck sucht man vergebens. Lieber mal runterkommen und sich auf das Wesentliche konzentrieren, scheint das Motto zu sein. Und so finden sich die Gäste selbst am Abend zum köstlichen á la carte-Menü ohne Schuhe ein. Das ist Understatement ganz nach meinem Geschmack.

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Und während ich der Sonne am letzten Abend zuschaute, wie sie im Meer versank und der Sand unter den Füßen langsam kühler wurde,  spürte ich, dass ich mir diesen Moment ganz genau einprägen sollte. Denn wer weiß, wann der nächste kommt, an den man sich so gerne zurückerinnern würde, wie an diesen.

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Weitere Beiträge von mir zu den Seychellen:
Wenn Inselträume wahr werden – mein Trip auf die Seychellen (Video)
Silhouette Cruises: Unter den weißen Segeln der Sea Star um die Seychellen
Das farm to table- und Nachhaltigkeitskonzept auf Denis Island, Seychellen

Die perfekte Fotoausrüstung für die Seychellen:
Bei so schönen Landschaften ist es lohnenswert, ein gutes Fotoequipment dabei zu haben. Wir haben den Großteil der Bilder mit der Canon EOS 6D Vollformat SLR-Digitalkamera mit WLAN und GPS (20,2 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, DIGIC 5+) nur Gehäuse schwarz und dem Objektiv Canon EF 11-24mm 1:4,0 L USM aufgenommen.

Mein Reiseführer-Tipp:
Ich hatte den DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Seychellen: mit Extra-Reisekarte dabei, der mich sehr überzeugt hat. Er bot viele spannende Informationen zur Geschichte und der aktuellen Lage der Seychellen, zu den einzelnen Inseln und den Themen Naturschutz, Kultur, Essen & Trinken und Gesellschaft. In einem Kapitel widmet er sich auch Denis Private Island, was nicht bei allen Reiseführern der Fall ist.
Einzig bei den Taxi-Kosten hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Dort steht, dass die Grundgebühr 15 SCR beträgt, plus 7 SCR für jeden weiteren Kilometer. Es müsste jedoch 70 SCR für jeden weiteren Kilometer lauten.

Photos by: Lukas Holzmeier & Rebecca Schirge

 

 

2 Kommentare

  1. Hallo Rebecca und Lukas
    Tönt ja ganz cool – und scheint ja wirklich ganz paradiesisch zu sein!
    Deine page gefällt mir sehr. Mach weiter so Rebecca. Und schöne pics!

    Ich freue mich auf den nächsten Beitrag eures Inselhoppings!

    Gruss aus dem „Kühlschrank“ Schweiz
    Beat

    • Rebecca

      10. Dezember 2016 at 9:21

      Lieber Beat,

      vielen Dank für das Lob! Als nächstes kommt dann der Teil, an dem auch ihr teilgenommen habt. 😉 Wahrscheinlich sind wir im Juni bei euch in der Ecke unterwegs, vielleicht sieht man sich dann mal, wir würden uns sehr freuen! Viele Grüße auch an Nicole.

      Rebecca

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