Grüne Perle mit historischem Charme: Das Bio-Hotel Landgut Stober

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Nur circa 20 Minuten von der Berliner Stadtgrenze entfernt, hinter märchenhaft verschnörkelten Toren versteckt, liegt ein altes Landgut. Es bietet nicht nur für Tagungen und Hochzeiten die ideale Kulisse sondern auch für ein romantisches Wochenende. Ich habe es mir mal näher angeschaut.

Die erste gute Entscheidung an diesem herrlich sonnigen Herbsttag war, ab der Abfahrt 77 die Autobahn zu verlassen, um stattdessen die Landstraße zu nehmen. Dafür wurden wir mit wunderschönen Alleen, viel Natur und einer Fahrt durchs sehenswerte Örtchen Wilhelmsdorf belohnt.

Die zweite gute Entscheidung war, die Einladung von Landgutsbesitzer Michael Stober anzunehmen, spontan dem Wildkochkurs beizuwohnen. Es war der erste Kochkurs einer Reihe, die nun regelmäßig stattfinden soll. Eigentlich bin ich fleischlos glücklich, doch an Tagen wie diesen mache ich auch mal eine Ausnahme.

Im Weinkeller – dem Ort des Geschehens– wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt, von der jede für einen Part des Menüs zuständig war. Koch Moritz zeigte, was er kann und wirbelte wild umher, verteilte Aufgaben und gab Tipps. Wir lernten, wie man Saltimbocca vom Filet mit herbstlichem Salat zubereitet, kredenzten ein Crèmesüppchen vom Linumer Kürbis und machten feuriges Wildgulasch mit Laugensemmelknödeln und Rosenkohlblättern. Zum Abschluss gab es ein warmes Schokoladenküchlein mit Gewürzbirne. Fast alle der verwendeten Zutaten stammten aus der Region. Beim gemeinsamen Verzehr der Leckereien bot sich auch eine tolle Möglichkeit, um Einheimische kennenzulernen, die viel über die Geschichte der Region und des Landguts zu erzählen wussten.

Das Zimmer war recht nüchtern und modern gehalten, mir haben vor allem der schöne Holzböden und das tolle Bett mit der Matratze aus Kautschuk, Bio-Baumwolle, Seegras und Kokos gefallen, darin konnte man wunderbar schlafen. Das Thema Nachhaltigkeit zog sich durch alle Bereiche: auch die Bettwäsche und die Handtücher waren aus bio- und fairtrade-zertifizierter Baumwolle gefertigt, die WC-Spülung lief über Regenwasser.
Nach dem üppigen Bio-Frühstück am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg, um die Gegend zu erkunden.

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Ein absolutes Highlight des Bio-Hotels Landgut Stober ist die Lage am malerischen Groß-Behnitzer See, der sich auch perfekt als Kulisse für Hochzeitsbilder eignet. Oder für einen Spaziergang: mit wetterfesten Schuhen lässt er sich umrunden und bietet einen Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge ins Umland. Auf dem Grundstück des Landguts stehen viele alte Bäume, darunter auch eine 300 Jahre alte asiatische Platane, ein Geschenk des bekannten deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt an den damaligen Gutsbesitzer Albert Borsig.

Von unserem Zimmer aus konnten wir den hauseigenen Gemüse- und Kräutergarten des Landguts Stober sehen, viele der im Restaurant verwendeten Zutaten stammen von hier. Zum Beispiel entdeckte ich die Cosmea wieder, deren Blüten wir am Abend zuvor in den Salat gezupft hatten.

Danach entschieden wir uns, einen Spaziergang zum nur wenige Kilometer entfernten Schloss Ribbeck zu machen, schließlich wollte ich wissen, wo Theodor Fontane zu einem seiner berühmtesten Werke inspiriert wurde.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«
(…)
Theodor Fontane 1889

 Passend zur Location wurde, in den Cafés um das Schloss herum, allerlei mit Birne angeboten. Plötzlich zogen Regenwolken auf, sodass wir uns nach Kakao und Kuchen lieber schnell auf den Heimweg machten. Abends hatten wir uns auf einen Besuch in der Sauna des Landguts gefreut, leider war sie genau an diesem Wochenende defekt. Kein Problem, müde genug waren wir von der vielen frischen Luft und es wartete auch noch ein hervorragendes Abendessen im hauseigenen Restaurant auf uns. Am nächsten Morgen stand die Heimreise an und wir wurden freundlich von Max an der Rezeption verabschiedet, der seinen Job wirklich ganz fabelhaft machte.

Das Bio-Hotel Landgut Stober ist auch bei Green Pearls® gelistet. Auf dieser Plattform  findet ihr ausschließlich Hotels, die sich den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit widmen und dabei trotzdem wert auf Luxus legen.  Dass nachhaltige Hotels aber nicht unbedingt teuer sein müssen, zeigt ein aktueller Artikel in der GEO. Fünf der dort gezeigten Top Ten sind Mitglieder bei Green Pearls®. Weitere Infos und Unterkünfte findet ihr unter: www. greenpearls.de

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Nostalgie in Schwarz-Weiß: Innenhof des Landguts Stober, mit See im Hintergrund. Upcycling-Bluse von tragbar by Katrin Stallmann.

2 Kommentare

  1. Du hast ja tolles Wetter gehabt, ein Herbst wie man ihn sich wünscht. Viele Grüße Kerstin

    • Rebecca

      22. Oktober 2016 at 12:11

      Liebe Kerstin, ja, zu dem Zeitpunkt war der Herbst noch traumhaft! 🙂 So wie an der Nordsee, vielleicht sollte ich immer reisen, damit das Wetter gut bleibt.

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