Von Grau zu Grün: Acht Gründe, warum ihr unbedingt mal nach Essen fahren solltet


Wusstet ihr dass Essen  Grüne Hauptstadt Europas 2017 ist? Mich hat das sehr überrascht. Ich habe mich vor Ort umgeschaut, was es damit so auf sich hat und für euch acht Gründe gesammelt, warum ihr dieses unterschätze Fleckchen Erde unbedingt mal besuchen solltet. Und ein paar Tipps dazu, wo man in Essen besonders schön übernachten kann, findet ihr auch.

Es gibt Orte, deren Schönheit erschließt sich einem erst auf den zweiten Blick. Bei Essen ging mir das ähnlich, in der Innenstadt angekommen, fragte ich mich, ob ich hier wirklich richtig sei. Doch Essen hat einen Grün- und Freiflächenanteil von 53 Prozent –es gibt zum Beispiel 718 Grünanlagen und rund 1.750 Hektar Wald. Damit ihr gar nicht erst suchen müsst, zeige ich euch, wo ihr in Essen euer grünes Wunder erleben könnt:

1) Baden im Baldeneysee
Nach über vierzig Jahren ist es soweit: in der Ruhr darf wieder offiziell gebadet werden. Ende Mai wurde die Pilotbadestelle am Baldeneysee eröffnet und auch ich habe das kühle Nass schon bei 30 Grad und Sonne testen dürfen. Der Seaside-Beach bietet 10.000 m² feinstem Sandstrand, 100 echte Palmen und drei Südsee-Bars, wenn da kein Urlaubsfeeling aufkommt?! Bei guter Wetterlage entspricht die Wasserqualität den Anforderungen der EU, sobald dies nicht mehr der Fall ist, ist das Baden untersagt. Den aktuellen Stand  könnt ihr auf der Website der Stadt Essen einsehen:
www.essen.de/leben/sport_und_freizeit/freizeit/baden_in_der_ruhr/baden_in_der_ruhr.de

2) Das Projekt »12 Monate – 12 Köche«
Bodenständige, saisonale Gerichte, aus regionalen Lebensmitteln von Essener Spitzenköchen zubereitet: Das Projekt »12 Monate – 12 Köche« stellt diese Themen in den Fokus und soll die Restaurants dazu ermutigen, in Zukunft öfter mal anders zu kochen. Im Mai fand das Projekt im türkischen Restaurant Tablo statt. Besonders gut hat mir die »Wirsingroulade gefüllt mit Spargel, Reis, Zwiebeln und Pfefferminze auf Tomatensauce« geschmeckt, dazu gab es Joghurt, yummy!
Hier findet ihr eine Liste aller Restaurants, die mitmachen:
www.essengreen.capital/microsites/12monate12koeche/12monate_12koeche.de
 In Essen gibt es übrigens auch Restaurants und Cafés, die rein vegetarische Speisen anbieten, wie zum Beispiel das Ma(h)l anders, das allein wegen seines Interieurs einen Besuch wert ist.

3) Gemeinschaftsgärten Essen, der Siepengarten:
Miteinander gärtnern ernten und feiern  – das ist die Idee, die hinter den Gemeinschaftsgärten in Essen steckt. Jeder der Gärten hat seinen eigenen Charakter, der Siepengarten ist der älteste dieser Art. Im Lorengarten in Essen-Altendorf sind zum Beispiel besonders viele junge Leute anzutreffen. Schaut euch mal an, wie viele kreative Upcycling-Ideen dort versteckt sind. Vielleicht könnt ihr euch ein paar nette Inspirationen mit nach Hause nehmen.
https://gemeinschaftsgartenessen.wordpress.com

4) Die Gartenstadt Margarethenhöhe
Wow, hier wäre ich am liebsten noch ein bisschen länger geblieben, um diese liebenswerte Siedlung etwas genauer zu erkunden. Die Margarethenhöhe wurde nach ihrer Stifterin Margarethe Krupp benannt, sie sollte durch ihre Gestaltung besonders lebenswert sein und einen Kontrast zu den damaligen Arbeitervierteln schaffen. All die hübschen Häuser mit den Holzfensterläden und das viele Grün machen diesen Ort nach wie vor zur begehrtesten Wohngegend Essens.

5) Der Baldeneysteig
Im Juli 2017 ist es soweit: der Baldeney-Steig wird eröffnet, alle Wanderfans dürfen sich also freuen.  Die 24 Kilometer lange Wanderroute wird rund um den See und über die stillen Ruhr-Höhen nördlich und südlich des Flusses führen. Wir dürfen gespannt sein.

Drei Tipps, wo ihr in Essen besonders schön übernachten könnt:

6) Bauwagen: Ruhiges Naturidyll direkt an der Ruhr

Ich habe etwas übrig für alte, bunte Bauwagen. Das Ruhrcamping hatte ich auf Instagram entdeckt und wollte sofort hin. Die Lage – mitten im Grünen und direkt an der Ruhr – ist einfach traumhaft. Perfekt für Pärchen und alle, die Ruhe und Erholung suchen. Die acht Bauwagen sind nach Essener Stadtteilen benannt und übrigens so beliebt, dass man mit dem Buchen schnell sein sollte.
www.ruhrcamping.de

7) Greenhotel mit toller Dachterrasse direkt am Gruga-Park

Mein persönliches Highlight des Atlantic Congress Hotels seht ihr auf dem Bild oben: die Dachterrasse. Hier durfte ich im Rahmen des Bloggertreffens Ruhr einen wunderbaren Aufenthalt genießen. Vor allem die Lavendel-Limonade hatte es mir bei den Temperaturen sehr angetan. An Schlechtwettertagen Tagen locken Sauna und Fitnessbereich. In der zugehörigen Tiefgarage gibt es auch Lademöglichkeiten für Elektroautos. Das Hotel liegt direkt am Gruga-Park, wo es neben viel Grün zahlreiche spannende Veranstaltungen gibt, so zum Beispiel Tangoabende, Konzerte oder Walking-Dinner. Klingt spannend!
www.atlantic-congress-hotel-messe-essen.de

8) Landhotel im Grünen mit eigenem Bio-Anbau

Das Mintrops Landhotel hat mich direkt mit seiner tollen Aussicht verzaubert, die ich aus meinem Zimmer hatte. Es ist ebenfalls als Greenhotel zertifiziert und hat darüberhinaus einen eigenen bio-zertifizierten Gemüse- und Kräuteranbau, der sich über 10.000 qm² erstreckt. Auf dem Parkplatz befinden sich auch drei Ladestationen für Elektroautos, zwei für Tesla, eine universelle. Auf dem herrlich grünen Merlinpfad, der zum Hotel gehört, gibt es zahlreiche Outdooraktivitäten wie z.B. Vorrichtungen zum Bogenschießen, Basketballkörbe oder einen Kicker – das ist auch für die vielen Tagungsgäste ideal, die hierher kommen. Bei schlechtem Wetter kann man den Wellnessbereich nutzen, der u.a. über eine finnische Sauna, einen Hydro-Jet und ein Schwimmbecken verfügt.
www.mintrops-landhotel.de

Danke an Ruhr Tourismus, Grüne Hauptstadt Europas 2017, Ruhrcamping, das Mintrops Landhotel und das Atlantic Congress Hotel, die meine Reise unterstützt haben. Und danke an Janett von Teilzeitreisender und Anja von Travel on Toast für das Organisieren des Bloggertreffs Ruhr (#rbruhr), an dem ich bei meinem zweiten Besuch in Essen teilgenommen habe.

Weitere Tipps zum Ruhrgebiet von mir findet ihr hier:
Naturwunder Ruhr: Unterwegs mit einem Hausboot der Grünen Flotte
Absolut sehenswert: Die »Wunder der Natur«-Ausstellung im Gasometer Oberhausen
»Komma Pütt kucken«: Sechs Dinge, die man in Duisburg und dem Ruhrgebiet gesehen haben sollte

 

1 Kommentar

  1. Andreas Laß

    7. Juni 2017 at 8:01

    Klasse, der Artikel. Sehr umfangreich! Der Bauwagen hat mich an Felix und Carolin erinnert.
    Eine echte Einladung, mal nach Essen zu reisen!

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